Perlarten

Südsee- oder Austral-Zuchtperlen:
Südsee-Zuchtperle ist hier der übliche Begriff. Sie ist relativ selten, was sie besonders wertvoll macht. Man verwendet zur Zucht die Perlmuschel „Pinctada Maxima“, eine besonders große Muschel, in der außergewöhnlich schöne Perlen heranwachsen. Südsee-Zuchtperlen erreichen eine Größe von 10-20 mm. Ihr zarter Lüster hat meist Seidenglanz, kann aber auch silbrig-matt sein. Sie ist der Star unter den Zuchtperlen. Gefragt sind runde Formen, Tropfen- und Barock-Formen. Gezüchtet wird sie in den Malaiischen Gewässern, in Indonesien, Australien und Burma.

Tahiti-Zuchtperlen: Der Name ihrer Muschel ist „Pinctada Margaritifera“. Die Perle erreicht eine Größe von 7-17 mm, ihre natürlichen Farben sind schwarz, grünlich-schwarz bis grau und braun. Wegen ihrer schönen, seltenen Farbe und ihrer Größe sind sie besonders kostbar. Gezüchtet werden sie in Tahiti, Fidji-Inseln und umliegenden Inselgruppen.

Mabè-Perlen: Die ersten Perlen aus der Mikimoto-Zucht trugen den Namen Japanperle. Inzwischen ist die Bezeichnung Mabè-Perle üblich. Erstmalig wurde diese Schalenperle im 13. Jahrhundert in China gezüchtet. Mabè-Perlen werden an der Schale gezüchtet und herausgeschnitten. Sie kommen aus den gleichen Farmen der Südsee-Zuchtperlen. Ihre Naturfarben sind weiß oder cremefarben, ihr Lüster gleicht der Perlmutt-Innenseite der Muschel. Sie erreicht eine Größe von 10 bis 20 mm, die Oberfläche ist glatt. Die verwendete Muschelart produziert innerhalb von 6-12 Monaten eine 0,7-1,5 mm dicke Perlmuttschicht.

Keshi-Perlen: Sie entstehen in einer behandelten Muschel als ein natürliches, zusätzliches Zufallsprodukt. Der Name Keshi heißt in der Übersetzung Mohnsamenkorn. Es gibt japanische Keshi-Perlen, die klein, unregelmäßig und barock sind und die Farbe der Zuchtperlen haben. Und es gibt Südsee-Keshi-Perlen. Hier finden wir unterschiedliche Größen, auch solche, die die Größe der Südseeperle erreichen. Auch haben sie deren Farbe, und die Formen sind unregelmäßig und barock.

Kernlose Süßwasserzuchtperlen: Die Muschel Hyriopsis Schlegel kann mehrmals zur Aufzucht der Perlen verwendet werden. Hier wird die Perlbildung durch ein kleines eingepflanztes Gewebestückchen angereizt. Süßwasserperlen kommen heute meist aus China (deshalb auch China-Zuchtperlen genannt). In einem Jahr wächst eine Perlschicht von 1,5 mm. Ihre Form ist barock, und sie zeigt sich in vielen Farben: von silberweiß und grau über rosa, violett, zartgelb, braun und goldfarben bis zum intensiven rot.

Akoya-Zuchtperlen: Bevor das Perlen-Kind wachsen kann muss die Perlen-Mutter gezüchtet werden. Die dreijährige Aufzucht der Muschel erfolgt in separaten Farmen. Dann besitzt sie die für die Perlzucht notwendige reife. Für das Einsetzten des Kerns, um den sich die Perlmuttschicht bildet, ist viel Geschicklichkeit und Behutsamkeit notwendig. Der Aufwand für die Pflege und Überwachung der Muschel in der Zeit der heranwachsenden Perle ist extrem hoch. Die Wachstumsdauer der Akoya-Perle beträgt 2-3 Jahre. Da nach Angaben der Züchter der Lüster der Perle am schönsten ist, wenn sie aus dem kalten Wasser geerntet wird, findet die Ernte im Winter statt. Nur etwa 40% der geernteten Perlen sind verwendbar und nur 5% davon zeigen eine sehr gute Qualität.